[Interview]: DYRATHOR

Die deutschen Jungspunde von DYRATHOR bringen derzeit ihr neues Album "Sacred Walcraft of Hel" in die Läden, welches trotz des momentanen "Pagan-Trends" sich durchaus abheben und überzeugen kann. [Review]
Was Sänger Markus aka Morguul über die Szene und das neue Album denkt, könnt ihr hier lesen.
Das Interview wurde geführt von Rip
Was Sänger Markus aka Morguul über die Szene und das neue Album denkt, könnt ihr hier lesen.
Das Interview wurde geführt von Rip
Servus Markus! Da ihr ja noch gar nicht so bekannt seid, stelle mal die Besetzung DYRATHOR's vor!
Hi Rip, nichts lieber als das
Dyrathor sind 5 junge Kreativlinge aus Hattingen an der Ruhr im Herzen Westfalens. Unsere Truppe setzt sich aus Harigast an der Schießbude, Harja an der Geige, Atrox und Skrall an den Gitarren und mir (Morguul) am Mikro zusammen. Jung betone ich immernoch da die meisten Mitglieder unserer Band vor kurzem erst die Volljährigkeit erreicht haben, das Durchschnittsalter liegt jetzt ca. Bei 19 Jahren 
Dyrathor sind 5 junge Kreativlinge aus Hattingen an der Ruhr im Herzen Westfalens. Unsere Truppe setzt sich aus Harigast an der Schießbude, Harja an der Geige, Atrox und Skrall an den Gitarren und mir (Morguul) am Mikro zusammen. Jung betone ich immernoch da die meisten Mitglieder unserer Band vor kurzem erst die Volljährigkeit erreicht haben, das Durchschnittsalter liegt jetzt ca. Bei 19 Jahren 
Ihr seid eine junge Band und habt mit eurem ersten Album gleich sehr viel mediales Interesse auf euch gelenkt. Wie fühlt sich das an?
Wir haben uns damals riesig gefreut, dass unsere Demo so gut Anklang in der Szene gefunden hat und dementsprechend schnell vegriffen war. Um die ganzen Reviews und wenige Interviews damals haben wir uns komplett selbst bemüht und beworben, wofür wir auf jeden Fall einiges an Ehrgeiz und Arbeit aufbringen mussten. Da wir nun bei “Sacred Walcraft Of Hel” mit BBE zusammenarbeiten ist uns dementsprechend einiges an Arbeit abgenommen worden – unser Label übernimmt das Schalten von Anzeigen, Interviews und Reviews. Aber um auf deine Frage zu antworten, es fühlt sich super an wenn eine so rege Nachfrage nach unserer Musik herrscht. Wir haben viel Mühe, Zeit und vor allem Geld investiert um den Fans und nicht zuletzt uns selbst eine geile Scheibe zu gönnen. Die positiven Plattenkritiken und Interviewnachfragen sind für mich ein Zeichen dafür, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden und unser neues Liedmaterial Anklang bei den Leuten da draußen findet 

Wie steht's denn mit eurem Bandnamen, den ihr ja der Edda entnommen habt, und der eigentlich gar nicht mal so viel mit dem Donnergott zu tun hat, wie's auf den ersten Blick erscheint?
Genau das ist richtig, auch wenn in unserem Bandnamen das Wort -thor (DyraTHOR) vorkommt, hat es nichts mit dem Wettergott zu tun. Dyrathor ist lediglich ein leicht klangliche Abwandlung des Ursprungsbegriffes DyrathRor. Hierbei handelt es sich um einen von vier Hirschen die an den Wurzeln der Weltenesche Yggdrassil äsen, also durchaus ein mythologischer Name. Wichtig hierbei ist uns, dass es den ewig währenden Zyklus der Natur symbolisiert, einen ununterbrochenen magischen Kreislauf.
Was haltet ihr von der Ausschlachtung des immer größer werdenden Pagantrends?
Hmm, was soll man dazu sagen, ich halte es für eine “natürliche” Entwicklung von sich bewährender Musik. Wenn eine Musikrichtung, in diesem Fall Pagan- oder auch Vikingmetal vielen gefällt, animiert es auch dementsprechend viele Menschen zur Gründung einer eigenen Band. Bis hierhin ist alles legitim, ich finde es nur unerträglich das zur Zeit jede Band aus dem Genre irgendwie nach vorne gepeitscht wird, obwohl sie nichts neues bieten und lediglich die Ideale die die Größen der Szene ausgemacht haben oder immernoch ausmachen ausreizen und verschandeln. Ich denke, wenn man nicht das Intresse hat irgendwo neue Wege zu gehen und sich musikalisch kreativ weiterzuentwickeln sollte man lieber eine Coverband gründen und auf Geburtstagen spielen. Ich kann auch die führenden Magazine verstehen die mittlerweile schon eine Art “Pagan Metal Allergie” entwickelt haben und deshalb jeder Band aus dem Genre das “Klischee Brandzeichen” aufstempeln und die Ohren auf Durchzug stellen. Diese Einstellung macht es allerdings anderen aufstrebenden Bands, die sich wirklich beweisen wollen, das Leben unnötig schwerer, aber so ist leider nun mal die logische Verkettung der Ereignisse. Kurz gefasst: es würde der Szene bestimmt nicht schaden, wenn die ein oder andere Band wieder in der Versenkung verschwinden würde.
Was war die größte Herausforderung für die Produktion dieses Albums?
Da stellst du mir die richtige Frage
Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll, da sich die komplette Produktion als riesige Herausforderung entpuppt hat. Das größte Manko war meiner Meinung nach, das unser Drummer Harigast 2 Wochen vor Aufnahmebeginn einen schweren Hörsturz erlitten hat. Er legte bis 1 Tag vor Betritt des Studios einen wahren Krankenhausmarathon hin und musste das Album unter extrem harten Bedingungen einspielen. Wir sind alle stolz drauf, dass er es trotz seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung die Aufnahmen durchgezogen hat. Sein Gehör hat sich bis heute leider nicht verbessert, aber er hat gelernt damit umzugehen.
Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll, da sich die komplette Produktion als riesige Herausforderung entpuppt hat. Das größte Manko war meiner Meinung nach, das unser Drummer Harigast 2 Wochen vor Aufnahmebeginn einen schweren Hörsturz erlitten hat. Er legte bis 1 Tag vor Betritt des Studios einen wahren Krankenhausmarathon hin und musste das Album unter extrem harten Bedingungen einspielen. Wir sind alle stolz drauf, dass er es trotz seiner schlechten gesundheitlichen Verfassung die Aufnahmen durchgezogen hat. Sein Gehör hat sich bis heute leider nicht verbessert, aber er hat gelernt damit umzugehen.Wie war die Zusammenarbeit mit Black Bards Entertainment? Habt ihr viel Unterstützung für die Produktion des Albums bekommen und hat es euren Vorstellungen entsprochen?
Das Album “Sacred Walcraft Of Hel” haben wir komplett selbst finanziert, was ebenfalls eine große Herausforderung war, ich persönlich bin neben der Schule arbeiten gegangen um meinen Teil der Produktionskosten zu finanzieren. Zur Zusammenarbeit zwischen BBE und Dyrathor kam es erst ein halbes Jahr nach Fertigstellung des Albums. Seit Mitte März gehen wir nun gemeinsame Wege und mit der Unterstützung und Zusammenarbeit sind wir in jedem Fall zufrieden. Wir hatten sehr großen Handlungsfreiraum und konnten die unser Debütalbum komplett nach unsern Vorstellung gestalten, was uns sehr wichtig war. Wie schon vorher erwähnt übernimmt BBE die komplette Promotion, was uns auch einiges an Arbeit erspart. Ausserdem erscheint die 1. Auflage von “Sacred Walcraft Of Hel” als limitiertes Digi-Pack, was meiner Meinung nach für das erste vollwertige Album, einer jungen Band wie uns, auch keine Selbstverständlichkeit ist.
Was ist der Grund für euch, diese Musik zu machen? (Bitte ehrliche Antwort;-))
Angefangen hat es bei uns wie bei den meisten anderen Bands - wir wollten unseren Vorbildern nacheifern. Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass das Zusammenspiel der Bandmitglieder gut funktionierte und wir selbstständige musikalische Wege gehen wollten. Ein hoher Wiedererkennungswert war uns immer wichtig und ist einer der Hauptkriterien beim Schreiben unserer Songs. Die Musik birgt für die meisten von uns auch etwas spirituelles, die Möglichkeit sich kreativ auszuleben und die Chance sich jedes Mal neu zu erfinden und etwas mit seiner überschüssigen Energie anzufangen. Natürlich ist es auch unser Wunsch, dass unsere Musik gut bei den Leuten dadraußen ankommt, aber kapitaler Erfolg war für uns nie ein Kriterium und erst recht kein Beweggrund Musik zu machen. Ich denke es ist normal, dass man als Musiker auch etwas Anerkennung für sein Schaffen ernten möchte 

Ihr behandelt, wie viele andere Bands, auch die nordische Mythologie. Manche Bands nutzen das “nur” als epische Geschichten, während andere wirklich diese Religion leben. Wie ist es bei DYRATHOR?
Zuallererst möcht ich sagen, dass ein wirkliches Ausleben der Religion wie zu damaliger Zeit sowieso unmöglich ist, allein auf Grund der technischen und wissenschaftlichen Einflüsse heutiger Zeit und das Wissen des Menschen. Wir nutzen die Mythologie als Impulse für eine Art “gesünderen” Lebensstil. Die Natur hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert da sie der Begründer allen Lebens ist, was meiner Meinung nach jeder Mensch so pflegen sollte. Ebenso versuchen wir regelmäßig die wichtigsten heidnischen Feiertage wie Ostara, Winter- und Sommersonnenwende etc. zusammen zu verbringen. Das Erarbeiten und Verleben einer gemeinsamen Sache stärkt den Zusammenhalt und ist meiner Meinung nach wichtig für das eigene Seelenheil.
Gab's in eurer Karriere vielleicht bisher irgendein wichtiges, lustiges oder zum Schmunzeln anregendes Ereignis, welches ihr gerne mit uns teilen möchet?
Da fällt mir spontan ein Gig im Juli 2008 in Greifswald kurz vor Rügen ein. Wir wurden zum aller ersten Mal als Headliner gebucht, in diesem Fall für ein kleines Event in einem Jugendzentrum im vorher genannten Ort. Wir waren uns relativ sicher, dass die Besucherzahl relativ gering ausfallen würde, da uns sowieso dort Niemand kennt. Nach 6 stündiger Fahrt dort angekommen schauten wir ziemlich verdutzt drein, da einige Straßen komplett mit unsern Gesichtern vollplakatiert waren
Um 22 Uhr ca. Betraten wir dann die Bühne und in der kleinen Location standen die Leute bis zur Tür raus Schulter an Schulter. Hinzu kam, dass wir nur eine Setlist von ca 35 Minuten vorzeigen konnten
So dreschten wir fleißig los und es herrschte eine wahnsinnige Stimmung. Als wir alle Songs durch hatten schrie die Meute nach mehr und wir konnten auch die Bühne nicht verlassen, da die Leute uns den Weg zum Backstage versperrten
So blieb uns nichts andres übrig als die Songs so lange nochmal zu spielen, bis alle Leute ausgepowert und zufrieden waren.
Es war echt ein
Um 22 Uhr ca. Betraten wir dann die Bühne und in der kleinen Location standen die Leute bis zur Tür raus Schulter an Schulter. Hinzu kam, dass wir nur eine Setlist von ca 35 Minuten vorzeigen konnten
So dreschten wir fleißig los und es herrschte eine wahnsinnige Stimmung. Als wir alle Songs durch hatten schrie die Meute nach mehr und wir konnten auch die Bühne nicht verlassen, da die Leute uns den Weg zum Backstage versperrten
So blieb uns nichts andres übrig als die Songs so lange nochmal zu spielen, bis alle Leute ausgepowert und zufrieden waren.
Es war echt ein abegefahrener Abend den niemals vergessen werde – er zählt zu den besten Konzerten die wir jemals erlebt haben. 

Was sind bzw. waren musikalische Einflüsse für euch?
Musikalische Einflüsse kann ich eigentlich nicht wirklich nennen, da wir uns nicht gesagt haben “wir wollen wie die oder die Band klingen”. Wir haben einfach versucht all das einzubinden, was wir selbst an Metal schätzen und worauf wir abgehen. Deswegen gibt es auf “Sacred Walcraft Of Hel” eine bunte Mischung aus blastigem Black Metal, verspieltem Folk und diversen Core-Elementen. Uns war wichtig, dass sowohl ruhige und verträumte (Entspringe den Fesseln) als auch schnelle und aggressive (Memories in Frost) Elemente ihren Platz finden und sich gut in das Gesamtkonzept einbetten.
Wie sehen die Pläne für die Zukunft aus?
Zu allererst sind wir natürlich gespannt wie unser Debüt Album bei der Szene ankommen wird, davon hängt viel ab bzw. In welche Richtung sich die Zukunft von Dyrathor weiterentwickeln wird. Ende des Jahres werden wir auf Europa-Tour gehen und schauen ob sich das Liedmaterial auch live bewähren kann.
In Bezug auf unsere Musik wollen wir uns natürlich weiterhin weiterentwickeln und uns neu erfinden ohne uns dabei selbst fremd zu werden. Wir sind selbst gespannt was noch so kommen wird, man sollte nicht versuchen zu viel zu planen
Irgendwelche letzten Worte an eure Fans?
Irgendwelche letzten Worte an eure Fans?Ich denke die Leute die unsere Demo mochten, werden mit “Sacred Walcraft Of Hel” auf jeden Fall zufrieden sein. Die Kritiken der Web- und Print-Magazine sind immer ein guter Wegweiser was man richtig und falsch gemacht hat, aber die bedeutendste Meinung ist immernoch die der Fans. Deshalb hoffe ich, dass alle die sich die CD kaufen uns ihre persönliche Meinung im Gespräch, per Mail oder per Myspace kund tun weden, damit wir wissen woran wir sind.
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